Canederli mit Speck in Brühe
Traditionelle Trentiner Fleischklößchensuppe: Brot, Speck und Brühe in perfekter Harmonie
- Cucina
- Italia - Alto Adige
- Tempo di preparazione
- 30 minuti
- Difficoltà
- Media
- Porzioni
- 4
La storia di questo piatto
Die Canederli sind das Herzstück der Südtiroler Seele – geboren aus der Stille der Dolomiten, getragen von Generationen, die den Hunger mit Würde verwandelten. In jedem Bissen lebt das Echo alter Almhütten, wo Brot und Speck das einzige Vermögen waren.
Ingredienti
- 250 g Altbackenes Brot (Bauernbrot)
- 100 g Südtiroler Speck
- 2 Stück Eier
- 60 g Hartkäse (Parmigiano-Reggiano)
- 15 g Frische Petersilie
- 150 ml Vollmilch
- 3 g Salz
- 1 g Schwarzer Pfeffer, gemahlener
- 0.5 g Muskatnuss
- 1000 ml Rindfleisch- oder Hühnerbrühe
Preparazione
- Nimm ein Messer und entferne die dunkle, harte Kruste vom altbackenen Brot, indem du die Ränder wegschneidest. Schneide dann das restliche Brot in Würfel von etwa 1 Zentimeter Größe: mache die Stücke nicht zu klein, sonst zerfallen sie während des Kochens und die Masse wird zu Brei. Gib alle Würfel in eine große Schüssel.
- Gieße die Milch in einen Topf und stelle ihn auf mittlere Hitze. Wärme die Milch, bis du Dampf von der Oberfläche aufsteigen siehst und einen leichten Duft von warmer Milch riechst: sie soll dampfen, aber nicht kochen (große Blasen dürfen nicht vom Boden aufsteigen). Wenn sie fertig ist, gieße sie sofort über die Brotwürfel und rühre kräftig mit einem Holzlöffel um. Lass die Masse ruhen: das Brot wird langsam alle Milch aufnehmen und wird weich und klebrig, ähnlich wie ein Süßigkeitenteig. Nach der Ruhezeit rühre wieder kräftig um: die Masse muss weich, klebrig und gleichmäßig sein. Wenn du noch harte Brotkrümel spürst, warte noch ein wenig und rühre erneut, bis alles gut vermischt ist.
- Schneide den Speck in kleinste Würfel, etwa so groß wie Reiskörner: bewege das Messer langsam, um gleichmäßige Stücke zu bekommen. Nimm den Käse und reibe ihn auf der feinen Seite der Reibe (mit den kleinen Löchern), bis er zu feinem goldenen Pulver wird: wenn du mit den Fingerknöcheln daran kommst, höre sofort auf, um dich nicht zu schneiden. Nimm dann das frische Petersiliengrün, trenne nur die grünen Blätter ab und verwerfe die dicken, harten Stängel, und hacke es fein mit dem Messer, bis es fast zu feinem, grünem und duftendem Pulver wird: wenn du daran riechst, sollte das Aroma lebhaft und intensiv sein.
- Schlage die 2 Eier in eine Schüssel und verrühre sie energisch mit einer Gabel, bis sie gleichmäßig und leicht schaumig werden. Gieße die Eier in den Brotteig, dann füge den Speck, den geriebenen Käse und die gehackte Petersilie hinzu. Gib eine Prise Salz, ein paar Umdrehungen frisch gemahlenen Pfeffer und eine leichte Prise frisch geriebene Muskatnuss hinzu (verwende wirklich nur wenig, reibe sie mit einer feinen Reibe, bis du feines Pulver erhältst). Rühre alles kräftig mit einem Holzlöffel mindestens 2-3 Minuten lang um, bis der Teig gut vermischt ist und gleichmäßig gefärbt ist: es dürfen keine weißen Käsestellen sichtbar sein, wenn du die Masse anschaust.
- Gieße die Brühe in einen breiten Topf und stelle ihn auf höchster Hitze auf. Beobachte die Brühe aufmerksam: wenn schnell große Blasen vom Boden aufsteigen, kocht die Brühe. Koste eine kleine Menge mit einem sauberen Löffel und füge Salz hinzu, wenn sie fade schmeckt: die Brühe sollte leicht gesalzen schmecken, denn die Knödel sind nicht sehr würzig und werden während des Kochens den Geschmack der Brühe aufnehmen.
- Fülle eine Schüssel mit kaltem Wasser und halte sie in der Nähe des Topfes. Befeuchte zwei Löffel (einen in jeder Hand), indem du sie ins kalte Wasser tauchst: die Feuchtigkeit ermöglicht es dem Teig, leicht zu gleiten. Nimm einen Löffel voller Teig und verwende ihn, um die Masse auf den zweiten befeuchteten Löffel zu übertragen: sie gleitet leicht von einem Löffel zum anderen und bildet eine ovale, kompakte Form. Lasse den Knödel vorsichtig in die kochende Brühe gleiten, indem du den Löffel neigst und ihn ins Wasser gleiten lässt. Wiederhole diesen Vorgang für 4-5 Knödel, dann warte, ohne weitere hinzuzufügen: nach etwa 1-2 Minuten wirst du sehen, wie die Knödel an die Oberfläche aufsteigen und wie Ballen schwimmen. Dann füge wieder 4-5 weitere auf einmal hinzu. Gib nicht zu viele Knödel auf einmal in den Topf: sie brauchen Platz, um gleichmäßig zu garen, sonst werden sie zerdrückt und brechen.
- Wenn die Knödel schwimmen, senke die Hitze auf mittelhoch: die Brühe soll weiterhin kochen, aber langsam und sanft, nicht wild. Während des Kochens nimm vorsichtig einen mit einem Löffel heraus und berühre ihn: er sollte fest und kompakt anfühlen, nicht weich oder brüchig. Wenn sie gar sind, wird ihre Oberfläche etwas dunkler und rauer als beim Hineinlegen in die Brühe.
- Gieße die heiße Brühe mit einer Schöpfkelle in tiefe Teller: fülle die Teller großzügig. Mit einer Schaumkelle (der durchlöcherte Löffel) nimm die Knödel einen nach dem anderen aus dem Topf und lasse sie vorsichtig in den Teller gleiten, ohne sie zu brechen: bewege dich langsam und sanft. Streue etwas frische, gehackte Petersilie über jeden Teller und gib, wenn du magst, eine Prise geriebenen Käse hinzu. Serviere sofort, während die Brühe noch dampft und duftet, sonst kühlt sie schnell ab.