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Fideuà Valenciana

Die Paella in ihrer dünnsten Form: geröstete Spaghetti mit dem Duft des Meeres

Cucina
Spagna
Tempo di preparazione
60 minuti
Difficoltà
Media
Porzioni
4

La storia di questo piatto

An der valencianischen Küste, wo die Paella-Pfannen seit Generationen über offenem Feuer singen, erfanden die Fischer eine goldene Schwester: dünne Nudeln, die das Meer in sich tragen. Fideuà ist die Erinnerung des Ozeans, gebündelt in gerösteten Fäden, die den Hafenduft von Gandía und Denia atmen.

Ingredienti

  • 320 g Fideos (dünne Spaghetti Nr. 1 oder 2)
  • 8 Stk. Frische Garnelen mit Kopf und Panzer
  • 250 g Gereinigte Tintenfische
  • 300 g Miesmuscheln oder Venusmuscheln
  • 150 g Geriebene reife Tomaten
  • 3 Stk. Knoblauchzehen
  • 1 Stk. mittelgroß Goldene Zwiebel
  • 0.5 Stk. Rote Paprika
  • 900 ml Heißer Fischfond
  • 1 Teelöffel Süßes Paprikapulver (Pimentón)
  • 1 großzügige Prise Safran in Fäden
  • 60 ml Natives Olivenöl extra
  • q.b. Feines Meersalz
  • 100 g Alioli (Knoblauch, Öl, Ei)
  • 1 Stk. Zitrone

Preparazione

  1. Erhitze das Öl in einer breiten Paellera bei mittlerer bis hoher Hitze und brate die ganzen Garnelen eine Minute pro Seite an: Du erkennst, dass sie gar sind, wenn die Schale leuchtend rot wird und der Duft von Meer die Küche erfüllt. Nimm sie sofort heraus und beiseite – sie kommen erst am Ende wieder dazu. Im gleichen, jetzt angereicherten Öl brätst Du die in Ringe geschnittenen Tintenfische, bis die Ränder goldbraun werden: Das ist der erste Grundbaustein des Geschmacks, überspringe diesen Schritt nie.
  2. Senke die Hitze auf mittlere Stufe und gib fein gehackte Zwiebel und Paprika mit einer Prise Salz hinzu – das Salz dient hier dazu, Flüssigkeit aus dem Gemüse zu ziehen und es zu erweichen, nicht nur zum Würzen. Schmmore alles unter gelegentlichem Rühren, bis es weich und süßlich wird; dann fügst Du gehackten Knoblauch und Paprikapulver hinzu und rührst nur wenige Sekunden um – gerade lange genug, um das Aroma aufsteigen zu sehen, ohne dass es dunkel wird, sonst wird das ganze Gericht bitter.
  3. Gib die geriebenen Tomaten dazu und lass sie bei mittlerer Hitze ohne Eile einreduzieren: Das Sofrito ist fertig, wenn es dunkel, dicht und glänzend wie Marmelade ist – das ist das wahre Herz des Gerichts, nimm Dir also Zeit dafür. Füge die trockenen Fideos direkt in die Pfanne ein und röste sie unter Rühren, bis sie eine goldbraune Haselnussfarbe annehmen und den Duft von gerösteten Nüssen verströmen: Dieser Schritt macht die Fideuà verschieden von der Paella.
  4. Gieß den heißen Fischfond mit bereits darin aufgelöstem Safran ein, würze großzügig mit Salz, da die Pasta während des Garens alles aufnimmt, verteile dann die Fideos gleichmäßig und rühre ab jetzt überhaupt nicht mehr um. Lass alles bei mittlerer bis niedriger Hitze garen, bis die Flüssigkeit fast vollständig aufgesogen ist und Du siehst, wie die Fideos an der Oberfläche anfangen, sich nach oben zu recken: Das ist das Zeichen, dass der Garpunkt naht.
  5. Lege in den letzten Minuten die bereits angebratenen Garnelen zusammen mit den Muscheln oben auf, decke alles mit einem Deckel oder Alufolie ab und lass bei niedriger Hitze garen, bis die Muscheln sich öffnen und Du ein leises Knistern der Fideos am Boden hörst: Dieser trockene Ton kündigt die Bildung des socarrat an, der goldenen Kruste, auf die alle warten. Schalte das Feuer aus und lass das Gericht noch zwei Minuten zugedeckt ruhen.
  6. Bring die Paellera so, wie sie ist, an den Tisch, mit Zitronenspalten daneben für alle, die das Gericht mit einem Hauch Säure beleben möchten, und mit einem großzügigen Löffel frischer Alioli in der Mitte, die sich langsam in der Wärme verteilen wird. Kostiere immer vorher ab: Fehlt es an Frische, hilft ein Spritzer Zitrone; fehlt es an Salzigkeit, ein letzter Hauch Meersalzflocken – nur so weißt Du, dass Deine Fideuà wirklich fertig ist.

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