Tagliatelle alla Bolognese
Die langsame Umarmung der emilianischen Tradition in jedem Bissen
- Cucina
- Italia - Emilia-Romagna
- Tempo di preparazione
- 210 minuti
- Difficoltà
- Media
- Porzioni
- 4
La storia di questo piatto
Die Tagliatelle al Ragù sind die stille Seele Bolognas – geboren aus dem roten Lehm der Emilia, getragen von Generationen emilianischer Hände, die in Küchen rochen, die nach Sonntag dufteten. Dieses Gericht ist kein Rezept, sondern ein Gedächtnis, das auf dem Teller atmet.
Ingredienti
- 400 g Gemischtes Hackfleisch (Rind und Schwein)
- 150 g Mirepoix (Karotte, Sellerie, Zwiebel)
- 200 ml Tomatenmark
- 150 ml Trockener Rotwein
- 100 ml Vollmilch
- 400 g Frische Ei-Tagliatelle
- 3 Esslöffel Natives Olivenöl extra
- q.b. nach Geschmack Salz und Pfeffer
- 100 g Geriebener Parmigiano Reggiano
- 30 g Butter
Preparazione
- Nimm Karotte, Sellerie und Zwiebel und hacke sie ganz fein mit der Messerklinge, püriere sie nicht: sie sollen klein bleiben, aber noch Struktur haben, damit das Soffritto Körper hat. Erhitze das Öl im großen Topf und gib das Gehackte bei mittlerer Hitze hinein, rühre oft um: wenn die Zwiebel glasig wird und die ganze Küche sich mit einem süßlichen Duft erfüllt, bist du bereit, weiterzumachen.
- Jetzt gib das Hackfleisch zum Soffritto und zerteile es gut mit dem Holzlöffel, damit es keine Klumpen bildet. Lass es anbraten, ohne zu oft umzurühren, denn es soll auf allen Seiten Farbe annehmen: wenn du keine rosa Stellen mehr siehst und es golden brutzelt, würze großzügig mit Salz und Pfeffer.
- Erhöhe die Hitze und gieß den Rotwein ein, rühre um und kratze mit dem Löffel alle Geschmackspartikel vom Boden des Topfes auf: dort versteckt sich der beste Geschmack. Lass den scharfen Alkoholgeruch ganz verschwinden, bis du nur noch den Duft von gekochtem Wein riechst und die Sauce reduziert ist.
- Gieß das Tomatenpüree hinein, drehe die Hitze auf die niedrigstmögliche Stufe und decke den Topf ab und lasse einen Spalt offen: das Ragù soll ganz langsam köcheln, nur mit einigen trägen Bläschen an der Oberfläche. Das ist die Zeit der Geduld, das wahre Geheimnis eines guten Ragù: rühre ab und zu um, und wenn es zu trocken wird, gib eine Schöpfkelle heißer Brühe hinzu, niemals kalte, sonst unterbrichst du den Kochvorgang.
- Wenn das Ragù fast fertig ist, gieß die Milch hinein und rühre sorgsam um: das ist ein alter Trick, um die Säure der Tomate zu mildern und die Sauce samtig und harmonisch im Mund zu machen. Lass es noch ein bisschen durchziehen: du wirst sehen, wie die Farbe wärmer wird und das Aroma weicher.
- Stelle einen großen Topf mit reichlich Wasser aufs Feuer und salze ihn großzügig, wenn das Wasser kräftig kocht: das Wasser muss nach Meer schmecken, damit die Pasta von innen heraus Geschmack aufnimmt. Werfe die frischen Tagliatelle hinein und koche sie nur kurz, rühre sanft um: sobald sie an die Oberfläche steigen und noch zart sind, aber mit einem leicht widerstandsfähigen Kern, schöpfe sie sofort ab, ohne länger zu warten.
- Gib die noch warme Pasta in eine große Suppenschüssel oder direkt auf die Teller und bedecke sie reichlich mit dem duftenden Ragù, ohne zu sparen. Füge ein kleines Stück Butter hinzu, das den Belag glänzend machen wird, und beende das Ganze mit einer großzügigen Schicht gerade geriebenen Parmigiano: probiere immer einen Bissen, bevor du es zum Tisch bringst, um sicherzugehen, dass es perfekt ist.