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Çılbır (Türkisches Pochierei auf Joghurt mit Knoblauch und Chilibutter)

Weiße Wolke, goldenes Herz, Butter die noch knistert.

Cucina
Turchia
Tempo di preparazione
30 minuti
Difficoltà
Media
Porzioni
2

La storia di questo piatto

Çılbır ist ein altes türkisches Gericht, das in Küchen von Anatolien bis Istanbul auf dem Tisch steht und seit Jahrhunderten als stille Zärtlichkeit des Hauses gilt. Eine weiße Wolke aus Knoblauchjoghurt trägt das goldene Herz des Eies, und über allem knistert das Feuer der gewürzten Butter.

Ingredienti

  • 300 g Vollfett-Griechischer Joghurt
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 4 Stk. Sehr frische Eier
  • 50 g Butter
  • 1 Teelöffel Pul Biber (türkische Chiliflocken)
  • 2 Esslöffel Weißweinessig
  • 1 Prise Feines Salz
  • 1 Prise Getrocknete Minze
  • 2 Scheiben Türkisches Brot oder Landbrot

Preparazione

  1. Beginne mit der Basis: Knoblauch fein in den griechischen Joghurt reiben, die Prise Salz hinzufügen und sorgfältig unterrühren. Bei Raumtemperatur ruhen lassen: Der Knoblauch wird im Milchprodukt weich, verliert seine scharfe Spitze und behält nur das Aroma, niemals den Schlag im Mund.
  2. Reichlich Wasser in einem breiten, flachen Topf erhitzen: Es soll leicht sieden, niemals stark kochen. Man sucht zarte kleine Bläschen am Boden, keine wild bewegten Wellen. Den Essig ins Wasser geben: Das ist das Geheimnis, damit das Eiweiß sofort um das Eigelb gerinnt und das Ei kompakt bleibt, statt in Flocken zu zerfallen.
  3. Jedes Ei in eine kleine Tasse aufschlagen, nie direkt in den Topf: So kontrolliert man, dass das Eigelb unversehrt ist, und lässt es sanft ins heiße Wasser gleiten. Vorher mit einem Löffel einen kleinen Strudel im Wasser erzeugen, der hilft, das Eiweiß ganz zu umhüllen. Die Eier in zwei Durchgängen, jeweils zwei auf einmal, etwa 3 Minuten garen, bis das Weiße fest ist und das Eigelb in der Mitte noch weich zittert.
  4. Die Eier mit einer Schaumkelle herausheben und kurz auf Küchenpapier abtupfen: Überschüssiges Wasser würde den Joghurt verwässern und das Gericht verderben. Den aromatisierten Joghurt auf die Teller streichen und in der Mitte eine kleine Mulde formen, dann die noch lauwarmen Eier darauflegen: Der Kontrast zwischen dem frischen, säuerlichen Joghurt und dem warmen Eigelb ist genau die Seele dieses Gerichts.
  5. In einer kleinen Pfanne die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen, bis sie aufhört zu knistern und nach Haselnuss zu duften beginnt, ein Zeichen, dass das Wasser verdampft ist und das Fett bereit ist. Sofort vom Herd nehmen und das Pul Biber hinzufügen: Es wird zischen und die Butter in ein schönes Rubinrot färben. Achtung: Ein Augenblick zu lang und sie wird bitter.
  6. Die noch dampfende rote Butter in dünnem Strahl über die Eier gießen und zusehen, wie sie goldene Rinnsale auf den weißen Joghurt zeichnet: Das ist der schönste Moment, sie muss noch leise zischend auf den Tisch kommen. Zum Abschluss die getrocknete Minze zwischen den Fingern darüberbröseln. Die Brotscheiben in einer trockenen Pfanne oder im Toaster rösten und dazu servieren, damit man gemeinsam mit dem Brot die Reste aufwischen kann.

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